
Mo., 26. Apr. | Zürich
„Junge Klänge, grosse Meister“ – Grosse Tonhalle Zürich
Junge Klänge, grosse Meister
Empyrean Orchestra unter der Leitung von Kevin Griffiths, mit der Cellistin Emilie Richter und dem Side-by-Side-Projekt von SwissMusiKids und Empyrean Academy.
Programm: Wolfgang Amadeus Mozart – Ouvertüre zur Oper «Le nozze di Figaro» · Antonio Vivaldi – Der Frühling, 1. Satz · Joseph Haydn – Cellokonzert Nr. 1 in C-Dur · Pause · Johann Sebastian Bach – Doppelkonzert, 1. Satz · Ludwig van Beethoven – Sinfonie Nr. 2 in D-Dur, op. 36. Mitwirkende: Empyrean Orchestra, Kevin Griffiths (Chefdirigent), Emilie Richter (Cello). Mitwirkende Side-by-Side-Projekt: SwissMusiKids, Empyrean Academy. Preise: CHF 120 / 100 / 85 / 65 / 40.
Was macht Musik jung? Ihr Entstehungsjahr jedenfalls nicht. Dieses Programm führt durch mehr als ein Jahrhundert Musikgeschichte und zeigt, wie unmittelbar, überraschend und gegenwärtig grosse Musik über die Zeiten hinweg bleiben kann.
Bei Vivaldi wird der Frühling selbst zum Sinnbild des Aufbruchs. Die Natur erwacht, alles beginnt sich zu bewegen und zu leuchten. Auch Mozarts Ouvertüre zu Le nozze di Figaro ist von unbändiger Energie erfüllt. Ohne Einleitung stürzt sie mitten ins Geschehen, voller Witz, Tempo und Vorfreude.
Bei Haydn tritt das Violoncello ins Zentrum. Sein erstes Cellokonzert verbindet klassische Eleganz mit Virtuosität, Spielfreude und jugendlichem Entdeckergeist. Die Solistin Emilie Richter begegnet diesem Werk als junge Musikerin und zugleich mit bemerkenswerter Bühnenerfahrung.
Bachs Doppelkonzert stellt zwei eigenständige Stimmen nebeneinander. Sie antworten einander, übernehmen Gedanken, führen sie weiter und bleiben dabei unverwechselbar. Individualität und Gemeinschaft werden nicht zu Gegensätzen, sondern bedingen einander. Genau dieser Gedanke wird im Side by Side Projekt unmittelbar lebendig: Junge Musikerinnen und Musiker der SwissMusiKids und der Empyrean Academy spielen Seite an Seite mit den Profis des Empyrean Orchestra. Im Bach Doppelkonzert übernehmen mehrere von ihnen gemeinsam die erste Solostimme, während die andere Gruppe die zweite Solostimme gestaltet. Aus vielen jungen Persönlichkeiten werden so zwei Stimmen und aus diesen wiederum ein gemeinsamer Klang.
Auch bei Vivaldi stehen die jungen Musikerinnen und Musiker gemeinsam mit den Profis auf der Bühne.
Am Ende steht Beethoven und mit ihm der Aufbruch in eine neue Zeit. Seine zweite Sinfonie ist noch in der klassischen Welt Haydns verwurzelt, doch überall drängt bereits eine neue, unverwechselbare Stimme hervor: kraftvoll, überraschend und voller Kontraste.
So erzählt dieses Programm vom Weitergeben und Weitergehen. Junge Stimmen begegnen grossen Meistern, eine Generation baut auf der vorherigen auf und aus Tradition entsteht immer wieder etwas Neues. Für Kevin Griffiths bekommt dieser Gedanke eine ganz persönliche Bedeutung: Einst selbst Zürcher Sängerknabe, freut er sich besonders, nun wieder mit den Zürcher Sängerknaben auf der Bühne zu stehen und gemeinsam zu musizieren.
Denn vielleicht liegt genau darin das Geheimnis dieser Musik: Sie bleibt jung, solange eine neue Generation sie mit Neugier, Mut und eigener Stimme zum Leben erweckt.
Mitwirkende Side by Side Projekt:
SwissMusiKids
Empyrean Academy
